Mittwoch, 5. März 2014

Köhlbergkriterium
25km, 650hm

Das Wintertraining ist vorbei, jetzt kann man es schon ein wenig schärfer angehen. Zum Beispiel mittels dieser schönen Runde:
 Von Rohrbach bergauf zum Bisonpass, an den Bisons vorbei in den Wetzdorfer Graben und talaus zur B4 Überquerung  und zum Heldenbergparkplatz. Rechts bergauf, bis ein schmaler Steig zwischen den Häusern hindurch zum Bahnhof Glaubendorf/ Wetzdorf bringt. Nach der Bahnunterführung links auf den bergauf führenden Feldweg Richtung Heldenberg. Auf der Anhöhe rechts bergab zur Haselgrabenstraße und gegenüber den Asphaltweg auf den Jungberg und weiter zum Geißberg/Donati nehmen. Eine versteckte Waldabfahrt bringt uns nach Radlbrunn. Dort rechts, den Baritzbach entlang nach Ziersdorf.
Es folgt das namengebende Herzstück dieser Runde: der Köhlberg. Ein schöner Wanderweg erschliesst diesen Hausberg Ziersdorfs. Wir "überschreiten" ihn mit einer höhenmeterträchtigen Kombination: Anhaltend steil geht es durch einen Hohlweg und über mehrere Serpentinen direkt zur Köhlbergaussicht mit Gipfelkreuz und Kapelle. Die Landschaft ist eine Augenweide: südländisch anmutend, nur die Olivenhaine fehlen. Es folgt der Downhill zum Kohlemeiler und danach gleich der nächste Anstieg, über Asphalt zur Anhöhe des Hundsberges mit Kreuz und Weinberghütte. Dort geradeaus auf den Schotterweg und am "Radetzkymarsch" bergab zur Rohrbachfurt. Kurz vor Rohrbach, beim ehemaligen Sportplatz, links den flachen Betonweg talein ins Langental wählen. So "umschifft" man elegant Rohrbach und gelangt über einen steilen Singletrail-Waldweg zum Roten Kreuz. Weiter auf der Hochstraße, bei den Feldern rechts einbiegen auf den immer wieder leiwanden Koglhüttenweg und unten im Antental, knapp vor der Rainbow Ranch, rechts abzweigen, um den langen, steilen Hohlweg hinauf zum Roten Kreuz niederzubügeln. Retour Richtung Rohrbach, links einbiegen in die Weinberg XC Schleife und zuletzt durch den Secret Canyon bergab zur Zielflagge.
Gutes Training, kurzweilige Runde, wahrlich inspirierende Gegend - und wer noch nicht genug hat, hängt noch eine zweite Runde an und  hat sich dann möglicherweise ein Bier verdient.
am Köhlberg

Sonntag, 16. Februar 2014

"Weinbergschnecke-Wintercup"

1 Runde: 7,6km / 240Hm















Meine derzeitige Lieblingstrainingsrunde für den Winter
Wegen des hohen Asphaltanteils beinahe immer fahrbar, egal ob`s regnet, schneit oder matsch Gatsch hat. (und wenns mal richtig grauslich ist, fahr ich halt nur 2 oder 3 Runden...)
Trotzdem ist die Runde garniert mit schönen Trailabfahrten und dem ein oder anderen kleinen Sprung, weil`s ja auch Spaß machen soll.
Auch der Trainingseffekt ist ob der steilen Auffahrten garantiert: 4 Runden ergeben nahezu 1000 Höhenmeter und wer viermal die 21% Steigung am mittleren Kettenblatt und im Wiegetritt bezwingt, der ist sowieso einigermaßen leidensfähig.
Start/Ziel am Immenbergweg in Rohrbach. An der Kreuzung bergauf in die Kellergasse und über den asphaltierten Leuchterweg die ersten 70 Höhenmeter zum Bisonpass (Weinbrunnen). Rechts bergab in den Wetzdorfer Graben, ein schöner Sprung wartet am Übergang Asphalt/Schotterweg. Vorbei an mächtigen Bisons, Rotwild und anderem Getier, beruhigenderweise jenseits des vertrauenerweckenden Wildzaunes.     Im Talgrund rechts abbiegen, bei Gabelung rechts die Offroadvariante durch die kleine Kellergasse wählen und danach gleich links bergauf, in den steilen Asphaltweg, an dessen Beginn uns die Tafel 
"21% Steigung" bereits ankündigt, was uns erwartet. Oben geradeaus auf Weinbergweg mit Schmidatal- und (mit etwas Glück) auch Schneebergblick, schöner Drift in eine Linkskurve und dem Asphaltweg geradeaus folgen, bis uns zuletzt ein kurzes Stück Waldweg zum Roten Kreuz, dem höchsten Punkt der Runde, führt.
Links bergab Richtung Rohrbach. Da, wo der Asphalt beginnt, scharfe Rechtskurve in den Waldweg nehmen und über schönen Waldtrail bergab ins Langental. Auf den betonierten Streifen flach talaus rollen. Kurze Relaxphase, Zeit für ein Schluckerl aus der Trinkflasche oder was auch immer.
Am Talausgang, beim ehemaligen Fussballplatz, scharf links bergauf auf den Brunnberg. Und noch einmal, Hirn ausschalten, Schmerzen ignorieren und  durchbeissen im Wiegetritt. 
Oben, wenn`s flacher wird, bei einem Hochstand rechts abbiegen auf den Feldweg. Schussfahrt geradeaus, bis sich eine überraschende Abbiegemöglichkeit nach links ergibt: auf schalem, steilem Trail durch den ehemaligen Weinberg geht`s bergab nach Rohrbach und ab in die nächste Runde.


Es braucht wohl eine gewisse Portion Wahnsinn, sich der Monotonie dieses Rundentrainings hinzugeben. Dennoch, wenn ich meine Durchfahrtszeiten vergleiche und Runde um Runde gegen meinen "Geist" antrete, dann kommt richtig RaceFeeling auf...




Montag, 25. November 2013

Nationalpark Thayatal Runde

40km, 750Hm


Ausnahmsweise einmal unterwegs auf einer "offiziellen" Radrunde: 
im Nationalpark Thayatal, hoch im Norden bei Hardegg. 
Ein länderüberschreitendes Raderlebnis, mit weißen Blümchen auf grüner Tafel liebevoll markiert. Überraschende Geländeabschnitte auf der tschechischen Seite erfreuen den Mountainbiker. Unverschämter Reichtum an Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, und an spektakulärer Landschaft kaum überbietbar.


Einstieg an besten beim Nationalparkhaus nahe Merkersdorf, wo man sich nach der Rückkehr sowohl geistig (Ausstellung, Wildkatzengelände) als auch kulinarisch stärken kann (nettes Terrassen-Cafe-Restaurant). Steile Straßenserpentinen führen hinab ins tief an der Thaya gelegene Hardegg, der kleinsten Stadt Österreichs, über deren Dächern spektakulär die Burg Hardegg und der Reginafelsen thronen. 


Über die Thayabrücke verlassen wir österreichischen Boden, und -man hat es schon geahnt- die zuvor vernichteten Höhenmeter müssen unmittelbar bergauf wieder wettgemacht werden. Nachdem der steilste Teil des Anstieges erledigt ist, besteht die Möglichkeit eines lohnenden Abstechers nach links zur eindrucksvollen Hardegger Warte. Danach geht`s geradewegs nach Cizov, dem tschechischen Nationalparkzentrum. An der Ortseinfahrt sieht man die Reste des Eisernen Vorhanges, als Mahnmal und Freilichtmuseum belassen. Wir fahren durch den Ort, danach auf einer kurvigen Landstraße bergab zu einer Brücke im Talgrund, wo wir die Straße nach rechts auf einen Waldweg verlassen. An einem Fischteich vorbei, folgen wir schönen, wald- und wiesenreichen Geländeabschnitten bis nach Lukov, einem Dorf, wo die Zeit stehengeblieben scheint. Bald danach passieren wir die Abzweigung zur Ruine Neuhäusl. Dieser Abstecher lohnt allerdings nur, wenn man die Ruine besichtigen möchte, was nur im Rahmen einer Führung möglich ist. Kurz danach ein überraschender Downhill in einen Waldgraben mit abschließender Bachdurchfahrt und wieder bergauf aus diesem hinaus. Einer der anspruchsvollsten Abschnitte dieser Runde, wo man sich freut, ein Geländebike unterm Hintern zu haben.


Es folgt ein langer, schnurgerader Waldweg, der exakt der Linie des ehemaligen Eisernen Vorhanges entlangführt. Nachdem die scheinbar endlose Gerade doch noch um die Kurve biegt, trauen wir unseren Augen nicht. Denn wir erkennen tief unten, sowohl links als auch rechts von uns den Flusslauf der Thaya. Die Lösung dieses verwirrenden Orientierungsrätsels: wir befinden uns am Kamm eines Umlaufberges, um den die Thaya eine weite Schleife macht. Diese Passage ist ein landschaftliches Highlight, das man unbedingt einmal gesehen haben muss. Hier anzuhalten und die Tiefblicke zu inhalieren, ist unvermeidbar. Laufend verlieren wir an Höhe, bis die Abfahrt schließlich steiler wird und in die Weinberge des Weingut Sobe führt. Ein Schild warnt vor der folgenden Steilpassage und fordert die Radtouristen zum Absteigen und Schieben auf. Wer mit dem MTB unterwegs ist, kann getrost im Sattel bleiben und an der felsigen Abfahrt seine Fahrtechnik testen. Eine schmale, schwingende Hängebrücke bringt uns sodann über die Thaya, ein Erlebnis, das man sonst wohl nur irgendwo im Regenwald hat.


Wir wissen bereits, am Thayaufer unten zu sein, bedeutet wieder Bergaufhöhenmeter. So geht es auch jetzt steil bergauf in den schön gelegenen Ort Hnanice. Wir umrunden den Dorfteich und gelangen durch die Weinberge völlig unmerklich über die "grüne" Grenze zurück nach Österreich. Unvermittelt stehen wir vor dem Heiligen Stein. Ein uralter Kultplatz mit Kapelle und halbkreisförmiger Aussichtsterrasse, welche die Fundamente einer ehemaligen Wallfahrtskirche umschließt. Danach führt die offizielle Radrunde etwas unspektakulär auf Asphalt über Niederfladnitz und Merkersdorf zum Ausgangspunkt zurück.

Ich persönlich bevorzuge die lange Waldstrecke über den Retzer Galgen. Mein schlechtes Gewissen diesbezüglich hält sich in Grenzen, da man sich hier ausserhalb der Nationalparkgrenzen bewegt. Der Retzer Galgen liegt auf einer Anhöhe mitten im Wald, etwas abseits des Hauptweges(Wegweiser). Es sind noch zwei hohe Steinsäulen erhalten. In alten Zeiten war diese Anhöhe baumfrei, die armen Delinquenten baumelten hier weithin sichtbar, zur Abschreckung. Noch heute, inmitten dieser Waldeinsamkeit, ist es ein irgendwie unheimlicher Ort. 
Ängstlichere halten sich also besser an die Asphaltroute, so oder so stellt sich die Zufriedenheit eines gelungenen Rad-Tages ein, sobald man auf der Terrasse des Nationalparkcafes sitzt.

        Ich empfehle diese Runde speziell im Herbst, wenn die Thayawälder golden leuchten.

Wer eine höhere Tageskilometerleistung braucht, kann diese Tour um die interessante Nordschleife erweitern: In diesem Fall fährt man in Hardegg nicht über die Thayabrücke, sondern nimmt die Straße bergauf nach Felling. Dort Grenzübertritt mitten in der Pampa, den Weg nach Vranov nehmen, vorbei am Schloss Vranov und über die Staumauer des Stausee Vranov, bergauf nach Lesna. Es folgt eine längere Walddurchfahrt bis nach Cizov, wo wir in die alte Runde einbiegen.
In diesem Falle darf man 60km und 1000Hm erwarten.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Kamptalrunde

Trails, Trails, Trails

Das untere Kamptal birgt gewaltiges Erlebnispotential.
Faszinierende Flusslandschaft, von steilen Berghängen flankiert. 
Aus diesen ragen Burgen und Ruinen, und schroffe Felsen, die zum Klettern einladen. Tiefe Gräben, einsame Wälder, und eine Vielzahl an schmalen Wegen und ausgesetzten Steigen, die der Mountainbiker mit dem magischen Wort "Trail" umschreibt.
Die vorgestellte Runde startet in Horn und führt unmittelbar in das versteckte Taffatal, das die Waldviertelhochfläche südwärts durchschneidet. Magischer Singletrail, einmal links, dann rechts des Baches. Brücken und Stegerl, vorbei an wildromantischen Kletterfelsen. Saftig grüne Aulandschaften. Die Zivilisation rauscht oben drüber, über die hohe Schnellstraßenbrücke, die das Tal überspannt. 
Taffatal
Das Taffatal darf offiziell durchfahren werden, über den beschilderten MTB "Taffa-Kampweg", und endet in Rosenburg, wo mit der breiten Taffafurt noch ein erfrischender Spaß für warme Tage wartet.
Ab nun bewegen wir uns im Kamptal. Über die Fußbrücke wechseln wir auf die ruhige Talseite. Danach gleich links abbiegen und dem schmalen Kampsteig flußabwärts folgen. Es warten hier einige technisch schwierige Stellen und die ein oder andere Schiebepassage auf uns, einmal sogar eine steile Eisenstiege hinab. Ab Stallegg fahren wir am "KTM Radweg" weiter flussabwärts, bis, gegenüber Kamegg, bei den ersten Häusern der Forstweg zum Tabor abzweigt. Diesen nehmen wir bergauf und bleiben solange am Hauptweg, bis wir auf die grüne Markierung des Wanderweges nach Gars stoßen. Dort links bergab, zuletzt wieder ein schmaler Steig im Nahbereich der Ruine Gars. Im Ort angekommen halten wir uns rechts, talein, in den Hirschbachgraben (MTB Schilder "Bachlweg"). Der Forstweg führt in mehreren Kehren bergauf zum Schanzberg nahe Tautendorf. Oben an der Straße angelangt, überqueren wir diese und schiessen geradewegs den Waldweg hinab, bis zu einer Weggabelung. Links würde es nach Gars zurückgehen, wir halten uns aber rechts Richtung Ruine Schimmelsprung und gelangen so auf den "Schimmelsprungtrail". Der legendäre Vergleich zu den Gardaseetrails ist hier angebracht: Herausfordernd und schön, aber Fahrfehler sollte man eher vermeiden.
Trails wie wir sie lieben...
 Bei einem großen Anwesen erreichen wir das Kamptal, zweigen rechts ab auf den Wanderweg Richtung Ruine Klösterl und Buchberg. 

Und wieder: ein wahres Trailfeuerwerk in den Hängen hoch über dem Kamp. 
In Buchberg angelangt, kurzes Durchatmen auf Asphalt. Es ist hier der Wendepunkt unserer Tour, wir wechseln die Kampseite, folgen dem Radweg neben der Straße etwa 500m stromaufwärts und zweigen bei einer Bank ab auf den Wanderweg nach Zitternberg. 
Mit genügend Schwung, und den richtigen Gang eingelegt, ist diese steile Bergaufpassage auch fahrbar. In Zitternberg die Hauptstraße überqueren, ein paar Stufen leiten zum höher gelegenen Asphaltweg. Diesen bergauf, bis, bei enger Durchfahrt neben Schranken, der Wanderweg zur Hamerlingwarte abzweigt. Die steile Wiese bergauf, durch ein Gittertor hindurch und weiter bis auf die Anhöhe. Wir befinden uns nun am Maierschberg, dem Garser Hausberg. Hier gibt es eine beachtliche Traildichte, die alle irgendwie in Gars enden. Am besten folgt man den kleinen bunten Schildern vom "Mittsommer XC Race", um den Fahrspaß so lange wie möglich zu halten. Idealerweise erreicht man Gars am Kamp dann bei der Tennishalle. Ortsdurchfahrt entlang der MTB-Beschilderung "Bachlweg" und "Dunglweg". Nordwärts duch die Siedlungen, einmal kurz in einem Waldpark. An einem markant weissen Bildstock überqueren wir die Straße und fahren rechts bergauf, Fahrweg Richtung Kamegg/Stallegg. Durch die Felder zum Roten Kreuz, welches versteckt in einer Baumgruppe liegt. Dort links abzweigen, an der Gabelung kurz danach wieder links und ab geht`s ins Kamptal hinab über einen schön speedigen Forstwegdownhill. In Stallegg angekommen, den Kamp neuerlich überqueren und geradeaus in den Wald hinauf, am Wanderweg nach Etzmannsdorf. Die vielleicht forderndste Auffahrt des Tages, kerzengerade dem Graben folgend, mit einer besonders steilen Passage im Mittelteil. In Etzmannsdorf an der Hauptstraße rechts und vor dem Ortsende links abbiegen Richtung Elendgraben und Hängender Stein. Gemütlich durch die Felder, bei grüner Wegmarkierung auf unübersehbarem Strommast rechts abzweigen in den einsamen und wahrlich wilden Elendgraben. Kurz vor Erreichen des tiefsten Punktes dieser engen Waldschlucht zweigt links ein Steig ab, der zum Hängenden Stein führt. Wer hier eine Pause einlegt und diesen Felsturm über seinen Normalweg besteigt, wird belohnt mit einer wirklich originellen Felskletterei im 2. Schwierigkeitsgrad mit Durchkriechhöhle, mit einem Gipfelbuch und eindrucksvollem Tiefblick zur Kamp direkt zu unseren Füßen.
Kamptalblick
Jenseits der Schlucht gehts in schöner, aussichtsreicher Fahrt weiter bis zum E-Werk Rauschermühle. Hier bleiben wir am rechten Kampufer und nehmen den schmalen Trail, der direkt bergauf zur Rosenburg führt. Vorbei am Hochseilgarten, über den Parkplatz, die Burgmauer entlang und am Wanderweg über die Graslhöhle ins Kamptal hinab. Auch diese steile Abfahrt ist eines der vielen Highlights des heutigen Tages. Wir erreichen schliesslich den Ort Rosenburg, überqueren ein letztes Mal den Kamp und nehmen erneut das Taffatal, 

Bouldern im Taffatal
ein Trail, der in beiden Richtungen Spaß macht. 


Zurück am Ausgangspunkt, vollgepumpt mit Bildern und Eindrücken der letzten, intensiven Stunden. 
44km und 1250hm in den Beinen. 

Ich behaupte, es ist dies die beste Mountainbiketour zwischen Horn und Nebraska.

Montag, 30. September 2013

in memoriam KOGEL PLAYGROUND

ACHTUNG! AKTUELL (März 2014):
Dieser schöne Mountainbiketrail  wurde infolge von Unstimmigkeiten mit dem Grundeigentümer zerstört und rückgebaut und ist NICHT(mehr) befahrbar.
Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, bitte nicht hinfahren!!
Ich habe die Beschreibung dieses Trails entfernt, nur die drei Bilder belassen, als Erinnerung daran,was möglich wäre, wenn wir in einem Paradies von Toleranz und Verständnis für Sportbegeisterung leben würden...





Donnerstag, 12. September 2013

Granittrail Waldviertel


 150km, 2950hm
Wellenreiten im Waldviertel

Man kann diese längste beschilderte Mountainbikeroute des Waldviertels sportlich angehen, in 2 Tagen durch die Landschaft fliegen, oder gar nur an einem Tag bewältigen. Ein Versuch meinerseits vor 3 Jahren scheiterte am entzundenen Knie meines Tourenpartners Werner. Wir starteten um 7h30 in Gmünd und kamen 110km, 2100hm weit, bis Bärnkopf, welches wir um 16h erreichten. Der Zeitrahmen hätte also möglicherweise gepasst für eine Tagesfahrt bis ganz an die Donau.

Es lohnt aber, sich Zeit zu nehmen für die Landschaft, einzukehren, auch ein wenig Geld dort zu lassen. Die Region ist es wert - und man wird selbst bestimmt bereichert heimkehren.

Tag 1: Gmünd-Gross Gerungs 60km, 1000hm
Das Idyll der Waldviertelschmalspurbahn, deren Schienen man immer wieder kreuzt. Die vielen Dörfer, die man durchquert, wo beinahe jedes Haus für sich ein kleiner Schatz ist. Herausgeputzte Landschaft. Die Mohnzelten am Hauptplatz von Weitra, dessen Fassaden man gesehen haben muss. Die Fahrt über den Waldviertler Semmering hinauf nach Bruderndorf, wo die Eierschwammerl am Wegrand leuchten. Rast am Ufer des beschaulichen Frauenwieserteiches.  



Die erste Hälfte des Tages ist, bis auf einen schärferen Berg zwischen Weitra und St.Martin, Einrollen auf Asphalt. Der Rest ein Geländeritt durch das Waldviertel-Bilderbuch.
Die Beschilderung nahezu perfekt. Einzig eine Abzweigung zwischen Langschlag und Gross Gerungs verleitet zum Verfahren: Kurz nach Kasbach liegt ein Schild am Wegrand im Gras. Hier muss man den Feldweg rechts bergauf nehmen, der auf den Hochberg führt.

Tag 2: Gross Gerungs - Gutenbrunn 57km, 1300hm
Fahrt durchs Bauernland. Unglaubliche Wegvielfalt. Altes Steinkreuz am Wegesrand. Meditative Stille. Heidelbeerwälder, Kukuruzfelder. Heuduft. Gegenlichtorgie im Wald. Man könnte ins Schwärmen geraten.
Bergab zum noch jungen Kamp, bergauf zur Ruine Arbesbach, dem Stockzahn des Waldviertels. Schöne Trails nach Altmelon. Diesmal Topfengolatsche statt Mohnzelt. Spannende Downhills rund um die "Lugaluacka" (es lohnt sich dort ein Stop, um diese wildromantische Granithöhle zu besuchen). Etwas eintönige Asphaltabschnitte rund um Schönbach, die ausser steil nur steil sind. Schliesslich die lange, lange Auffahrt nach Bärnkopf, neben dem rostbraunen Wasser des Kleinen Kamp, auf den Spuren des legendären Granitbeissers. Entspanntes Rollen in den Saggraben und noch eine Bergwertung zum Stifterteich. Waldviertel-Kanada.
Zuletzt ein erfrischender Sprung in den Edlesberger See und anschließend Rundum Verwöhnprogramm im aussergewöhnlichen Bühnenwirtshaus Juster zu  Gutenbrunn.
Dass dieser Tag, mit seinem andauernden Wechselspiel -steil Bergauf und steil Bergab-
ganz gehörig an der Kondition nagt, sei nicht verschwiegen. Nach Altmelon fehlt teilweise die Granittrail-Beschilderung. Wer sich dort an die gelben Wanderwegschilder zur Lugaluacka hält, ist auf jeden Fall richtig.


Tag 3: Gutenbrunn - Emmersdorf an der Donau 45km, 650hm

Zum Aufwärmen gehts ein Stück bergauf. Dann die lange, steile Schotterabfahrt ins Yspertal, die wohl jede Bremse zum Glühen bringt. Almwiese mit Alpenblick. Aussichtsreiche Fahrt durchs Tal, inklusive kurzweiligem Geländeabschnitt am "3 Seen Weg".   An der Ortsausfahrt Ysper/Altenmarkt beginnt der 300hm Anstieg auf den Ostrong, unterbrochen von der möglicherweise willkommenen Abwechslung einer knapp 15minütigen Radschiebeeinheit senkrecht den Berghang hinauf. Beim Neuwaldhäusel, dem ersten, einschichtigen Hof am Höhenrücken, nehmen wir Abschied vom Granittrail, folgen der "MTB.Leithen Panoramatour" noch 6km bis Kollnitz und biegen dort rechts ab auf den Waldviertelradweg nach Maria Taferl. Wallfahrtsort mit Weitsicht. Finaler Asphalt-Tiefflug ins Donautal. 
10km am Donauufer bis Emmersdorf am Eingang zur Wachau sind noch eingeplant.
Dass uns die Wachaubahn wegen "technischen Gebrechens" die Fahrradmitnahme verweigert und uns weitere 36km  Radfahrt nach Krems beschert, ist eine andere Geschichte...








Mittwoch, 11. September 2013

 
   46km, 1150hm

   noch eine Kombination im Rohrbacher Wegenetz, die sehr empfehlenswert 
   ist: Man fahre die Haus und Hof XL Strecke (siehe Eintrag 8.8.13) und hänge
   die Hausbergrunde an (siehe Eintrag 1.4.13). Heraus kommt eine Runde, 
   die gewaltig in die Beine geht und so ziemlich alles einsammelt,was in 
   meiner "flachen" Weinviertler Umgebung unter die Stollenräder genommen 
   werden kann...